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Werbekennzeichnung – Ab wann ist es Werbung?

Das Thema Werbekennzeichnung wurde in den letzten Wochen heiß diskutiert. Darf ich das? Muss ich das kennzeichnen? Keiner möchte sich strafbar machen, allerdings wusste auch keiner so recht was denn nun Fakt ist, da so viele verschiedene Meinungen kursierten.

Die Medienanstalten haben nun endlich was zum Thema Werbemarkeierung auf Sozialen Netzwerken veröffentlich, wir haben für euch die Wichtigsten Fakten so zusammengelegt das jeder sie Versteht

Ihr alle kennt bestimmt den Ausdruck „Influencer“. Wenn man diesen Begriff bei Wikipedia eingibt, bekommt man folgendes ausgespuckt:

„Influencer (von engl. to influence: beeinflussen) ist ein um 2007 entstandener Begriff für eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in einem oder mehreren sozialen Netzwerken eines kommerzialisierten Internets für Werbung und Vermarktung in Frage kommt (Influencer-Marketing).„
(Quelle: Wikipedia)

Als Influencer bist du also eine Person, mit einer hohen Anzahl von Followern in den sozialen Netzwerken. Klar, dass du auch als Werbeträger interessant für Firmen bist.

Da du aber für deine Follower eine gewisse „Vorbildfunktion“ hast, solltest du immer darauf achten, transparent und ehrlich zu bleiben. Deine Follower bauen Vertrauen zu dir auf und legen auf deine echte und ehrliche Meinung viel Wert. Aus diesem Grund ist es wichtig, Werbung zu kennzeichnen.

Hierbei gilt folgendes zu unterscheiden:


Du hast das Produkt gekauft

Du hast das Produkt gekauft und bewertest es in einem Video oder Post? Hierbei ist davon auszugehen, dass kein Unternehmen einen werblichen Nutzen daraus zieht. Aber Vorsicht: du solltest beweisen können, dass du das Produkt wirklich gekauft hast. Es genügt nicht, es einfach nur zu behaupten.

Es ist KEINE Kennzeichnung notwendig.


Du bekommst das Produkt geschenkt

Das Unternehmen stellt dir das Produkt mit dem Hintergedanken zur Verfügung, dass du das Produkt deiner Community bekannt machst. Hierbei ist aber grundsätzlich wichtig zwischen folgenden Punkten zu entscheiden.

Fall A:
Das Unternehmen stellt dir das Produkt zur Verfügung und macht dir KEINE genauen Vorgaben, wie du das Produkt vorzustellen hast. Du bewertest also das Produkt mit seinen Vor- und Nachteilen.

das ist KEINE Werbung

Fall B:
Das Unternehmen gibt dir vor, das Produkt ausschließlich positiv zu bewerten.

das ist Werbung und diese ist kennzeichnungspflichtig

Werbung kannst du kennzeichnen indem du entweder, jedes mal wenn du das Produkt zeigst „Werbung“, oder am Anfang des Videos „…unterstütz durch…“ einblendest.  Wenn sich dein komplettes Video nur um das Produkt dreht, solltest du durchgehend „Dauerwerbung“ einblenden.

Machst du ein Video oder einen Post in dem es nicht hauptsächlich um das Produkt geht und du dieses nur nebenbei erwähnst bzw. in die Geschichte eingebettet wird, kommt es auf den Wert des Produktes an. Kostet das Produkt unter 1.000,00 €, ist keine Kennzeichnung notwendig. Wenn das Produkt allerdings diesen Wert übersteigt, nennt man dies „Produktplatzierung“ und diese ist kennzeichnungspflichtig. In diesem Fall solltest du am Anfang des Videos auf eine Kooperation hinweisen.


Du bekommst Geld oder eine andere Gegenleistung dafür, dass du ein Produkt präsentierst

Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Fall A:
Du gestaltest deinen Post so, dass das Produkt überwiegend im Mittelpunkt steht.

das ist Werbung und somit kennzeichnungspflichtig

Fall B:
Das Produkt wird in die Handlung deines Posts eingebettet

das ist Produktplatzierung und ebenfalls kennzeichnungspflichtig


Du setzt Verlinkungen zu den Shops

Auch wenn du dies freiwillig tust, ist das WERBUNG und kennzeichnungspflichtig.

So etwas nennt sich „Affiliate-Marketing“. Dies ist eine Vertriebsart, bei der in der Regel ein kommerzieller Anbeiter, seine Vertriebspartner durch Provisionen vergütet.


Du zählst in der Infobox deine Ausstattung auf

Dies ist nicht kennzeichnungspflichtig, auch wenn du die Geräte (Kamera, Stativ etc.) von den Herstellern kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hast.

Aber was ist mit Instagram, Facebook und Co.?

Hier gilt im Prinzip das Selbe. Bleib für deine Follower transparent und kennzeichne Werbung. Dies kannst du am Besten tun, indem du „WERBUNG“ am Anfang deines Post nennst. Keinesfalls solltest du deine Hinweise aber in den Hashtags verstecken.

 

Kleiner Tipp am Ende

Mit den Kennzeichnungen WERBUNG oder ANZEIGE bist Du definitiv auf der sicheren Seite. Versuch erst gar nicht Kennzeichnung zu kaschieren oder zu verstecken. #werbung oder #anzeige gehören vorne in Deinen Post, nicht irgendwo nach hinten.
Kennzeichnungen wie #ad, #sponsored by, #powered by kann die Medienanstalten derzeit nicht empfehlen.
Ist doch gar nicht so schwer oder? 🙂 Ich hoffe sehr, dass wir etwas „Licht ins Dunkle“ bringen konnte und ihr in Zukunft guten Gewissens eure Bilder posten könnt.

 


 

 

 

Quelle
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2 Comments

  • Sheila

    Toller Artikel! Dankeschön 🙂

    October 24, 2017 at 3:44 pm Reply
  • Jessica

    Vielen Dank für deinen Artikel!

    October 24, 2017 at 7:01 pm Reply
  • Leave a Reply

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